Sternwarte HarpointScreen Shot 2017-08-30 at 08.57.01.png
Harpoint 34, 4893 Zell am Moos
47°54’33.9“N / 13°21’08“O
http://www.harpoint-observatory.com
Anfahrt: Autobahnabfahrt Mondsee, Fahrt nach Zell am Moos, in Zell am Moos Abzweigung nach Frankenmarkt/Haslau, Fahrt bis nach Haslau Ortszentrum, dort rechts abzweigen Richtung Mondseebergstraße und nach ca. 3km in Harpoint links abzweigen auf die Privatstraße zur Sternwarte

Veranstaltungsart: Himmelsbeobachtung durch das Sternwarte-Teleskop
Datum: 29. & 30. September 2017
Uhrzeit: 10.00 – 24.00 Uhr

Im Rahmen der Astronomietage laden wir alle Einwohner und Urlaubsgästeder Region mit Interesse an Astronomie zu Beobachtungen des Himmels in unserer Sternwarte ein. Unsere Nachbarn in Harpoint werden wir besonders herzlich begrüßen. Wir haben ab 10:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Bei klarem Wetter bleibt die Sternwarte an beiden Tagen bis nach Mitternacht geöffnet.

Beobachtungsprogramm (nur bei klarem Wetter):

Tagsüber zeigen wir die Sonne in unserem speziellen Sonnenteleskop her. In diesem kleinen Teleskop ist ein schmalbandiges Filter eingebaut. Es filtert aus dem gesamten Sonnenlicht nur die rote Spektrallinie des Wasserstoffs heraus. Im Licht dieser einen Spektrallinie sind die Protuberanzen (gewaltige Gasausbrüche) am Rand der Sonne zu beobachten (fast so gut wie bei einer totalen Sonnenfinsternis). Auch die „brodelnde“ Oberfläche der Sonne mit ihren Sonnenflecken (sofern welche vorhanden sind) wird damit sichtbar.

Im großen Teleskop kann am Tag nur Venus und Mars beobachtet werden. Venus zieht zur Zeit ihre Bahn weiter als die Sonne von uns entfernt und ist deshalb als kleines, helles ovales Scheibchen (11 Bogensekunden Durchmesser, zunehmend, fast Vollvenus) knapp neben der Sonne zu bewundern. Ähnlich verhält es sich auch mit Mars. Er ist von der Erde aus gesehen noch kleiner (3.6 Bogensekunden Durchmesser) und Details sind nicht zu erkennen. Lediglich die rötliche Farbe fällt auf. Merkur steht am Himmel derzeit zu knapp neben der Sonne.

Bis 20:30 ist in der Abenddämmerung der bald untergehende Saturn mit seinem Ring, im Süden der zunehmende Mond mit seinen zahlreichen Kratern zu beobachten. Leider verschwindet der Mond erst nach Mitternacht und hellt damit den Nachthimmel deutlich auf. Die Beobachtung besonders lichtschwacher Himmelsobjekte nach Ende der Dämmerung wird dadurch etwas behindert.

Am 29.09. gegen 21:42 bedeckt der Mond mit seinem dunklen Rand den Stern 56Sgr. Das Licht dieses Sterns verschwindet damit plötzlich. Ein Vorgang, welchen wir eventuell mit einer Videokamera mehreren Besuchern live herzeigen können. Um 21:56 gibt der Mond diesen Stern am hellen Mondrand wieder frei und er löst sich allmählich vom Mondhorizont, so als würde dieser Stern am Mond gerade aufgehen.

Von den großen Planeten sind Nachts nur Uranus und Neptun zu sehen. Möglicherweise gibt es im Teleskop auch einen Komet zu bewundern, ich will diesbezüglich jedoch nicht zu viel versprechen.

 

Trotz Mondlicht können wir Nachts einige schöne Gasnebel, Doppel- und Mehrfachsternsysteme, offene Sternhaufen sowie Kugelsternhaufen im großen Teleskop herzeigen. Lediglich die weit entfernten Galaxien bleiben zunächst Besuchern mit guten Augen vorbehalten. Wer jedoch bis nach Mitternacht durchhält, der wird in der zweiten Nachthälfte mit einem besseren Blick auf lichtschwache Himmelsobjekte belohnt.

Schlechtwetterprogramm:

Wir haben auch bei schlechtem Wetter geöffnet. In diesem Fall zeigen wir das Teleskop selbst her und erklären für technisch interessierte Besucher dessen Bau und seine Steuerung. Ähnliches gilt für die Handhabung der beiden kleineren Teleskope, die wir nicht selbst gebaut haben. Wir beantworten gerne alle Fragen zur Astronomie und zur Himmelsbeobachtung.

Kinder dürfen auch ein wenig mit der alten Modelleisenbahn spielen (Märklin Halbnull).

Sternwarte Harpoint, 2017, Hans Robert Schäfer